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Start :. Tourdaten:. Die Ärzte:. Rauf auf die Bühne, Unsichtbarer!

Die Ärzte am 08.09.2001 in Sylt

Bericht von Henrik


nachdem die ganze reise schon unter keinem wirklich guten stern stand (tickets per post hatten meine bestellung vergeigt und fühlten sich nicht zuständig, shows nah an ausverkauft und durch zufall noch tix über nen freund bekommen), sollte sich das auch nicht mehr ändern, die wettervorhersage war schon tage vorher äußerst bescheiden, freund bertrand der eigentlich mitkommen wollte musst auch absagen (und wurde durch sabine ersetzt, die so auch mal in den genuss einer ärzte-show kam) und irgendwie hatte ich vorher schon fast keine richtig lust mehr auf den ganzen kram, wenn mir nicht immer im hinterkopf geschwirrt hätte, dass ich die chance habe, bei nem konzi dabei zu sein von dem ich noch meinen enkeln würde erzählen können...

meine erwartungen also alles andere als niedrig gesteckt ging es am samstag morgen los, wir hatten beschlossen mit dem auto auf die insel zu rollen und in selbigem nach der show zu nächtigen, weil sich die überfahrt und ne pension für die nacht nur als wenig billiger erwiesen hatten und es von daher nicht so ins gewicht fiel, also sachen gepackt und losgerollt. das wetter war schon einigermaßen bescheiden, aber dank schöner musik und lustiger gesprächsthemen ließ sich das alles ganz gut aushalten. fast hätte ich auch schon vergessen gehabt, dass mich in letzter zeit der mann mit der pechsträhne als seinen sohn markiert hat und mir die strähne wohl mal eben vererbt worden war, auf der bab7 wurde es mir dann umso schmerzlicher wieder ins gedächtnis gerufen als eine gekonnt eingeleitete vollbremsung auch nicht mehr helfen konnte und ich rücklings mit dem feind (in diesem fall in einem 3er bmx fahrend) kontakt aufnahm... die grün-weißen kamen eher zufällig vorbei und beraubten mich glatt 75 märker, naja, wer den schaden hat und so... die beiden 'unfallgegner' sahen das alles zum glück nicht so schlimm (ich hatte mich schon auf ne massenkeilerei auf der bahn eingestellt), hatten auch eher angst, dass sie auf grund dieses außerplanmäßigen stopps zu spät zum depeche mode-konzert in hamburg kommen würden, nach kurzem austauschen der ganzen personalien etc ging es denn auch weiter (mal sehen, der bmx sah eigentlich recht heile aus, bei meinem schönen auto belaufen sich die reparaturkosten gleich auf 2500,-, das war mal wieder ein teures wochenende), wundersamerweise ohne größere staus aber immer begleitet von schlechtestem wetter, die vorhersagen ließen einen auch nicht ebend aufleben, und nach ewig langen vier stunden kamen wir denn auch endlich in
niebüll an, um dort als letztes auto auf den zug rollen zu können (mittlerweile so 18.30 durch, die nervosität setzt ein ob wir es wohl noch rechtzeitig schaffen werden, mal abgesehen von den ängsten, dass bei meinem
glück wahrscheinlich das auto hinten runterfällt), irgendwie hat das alles endlos lange gedauert, wir waren auf jeden fall erst so um 19.30 auf der insel respektive am flughafen, wo das auto auch nur schnell abgestellt
wurde...

einlass genommen und schwupp in der halle drin, die schon von den fans bevölkert wurde, auch wenn ich überrascht war, dass es da insgesamt so leer drin war, ich hätte gedacht, dass das bei 5000 leuten voller hätte sein müssen, macht aber nix...

auf der suche nach nem guten platz zum gucken lief mir dann erstmal bochums abordnung in form von mareike über den weg, die ich nu auch schon wieder einige tage nicht gesehen hatte, großes hallo zur folge und dann war es auch schon so weit, die götter hätten anfangen sollen, wenn sie denn pünktlich gewesen wären... 10min dumm rumstehen und warten, und plötzlich erlischt das saallicht doch. kaum ist es dunkel ertönt die vom live-album her bekannte fanfare und die 88er intro kommt... ich hätte nie gedacht, dass mal live zu

hören, auf jeden fall stellte sich sofort gänsehaut ein... wie geil, besser hätte es überhaupt nicht losgehen können...

der vorhang fiel, die band stieg wie auf den open airs dieses jahr immer mit 'dauerwelle vs minipli' ein und der ganze haufen drehte am rad. sorry, die setlist hab ich leider nicht, auch nicht im kopf, ich kann mich nämlich schon nicht mehr dran erinnern was als zweites kam, sollte aber auch eigentlich egal sein, das komplette best-of-programm würde ich mal sagen... zwischendurch granaten-ansagen, bis hr urlaub plötzlich anfing nen jazz-riff zu spielen, sofort wurde wie wild improvisiert und dieses riff sollte das ganze konzert über mehrfach zu hören sein, immer wenn ihm zwischen den stücken langweilig war, fing er da wieder mit an, nur noch geil sag ich mal... als erste überraschung spielten sie dann zwischendurch 'nie wieder krieg, nie mehr las vegas', auf besonderen wunsch von spacken-kapitän karg hin, der bei dem lied doch bitte 'umgepogt werden sollte', weil der neue spacken noch nicht fertig sei (o-ton eines sehr fies lachenden herrn urlaubs), so langsam wurde einem in der halle auch warm, ich kann mich da jetzt auch noch sehr gut an ne ansage von bela erinnern, der meinte, dass sie den billigsten anbieter für getränke genommen hätten, den man auf sylt
kriegen könnte, bei den preisen möchte ich ja nicht wissen was der spaß da sonst kostet, auf jeden fall trotz allem ne sehr korrekte aktion, dass sie da immer noch was für die fans rausholen wollen.

immer wieder gut finde ich farin's ansage nach 'ein sommer für mich', okay, er mag die nazis-raus-chöre nicht so gerne, aber die art, wie er da kontert ist immer besser geworden, wenn die leute echt mal alle den hinweis befolgen würden, ihre hände zu benutzen (in westerland wieder das rechenexempel: 5000 leute = 10000 fäuste vs 250 armleuchter beim letzten npd-aufmarsch in hamburg) sollte einem eigentlich nicht mehr bange sein müssen wegen der zukunft unseres landes... auch wenn es da immer noch so hampelmänner wie hessen-koch gibt, der sich der brisanz seiner aussagen da wohl nicht so ganz im klaren ist, der gute mann spielt mit dem feuer und wenn es schiefgeht will er es wieder nicht gewesen sein... ich schweife ab...

nach 3std oder so war das reguläre set dann mal zu ende, als allerletztes natürlich westerland in der langen version, mit den spezial-klampfen und abschließendem funkenregen, die toten in der leichenhalle kamen übrigens heute auch aus westerland, in der metal-version, die bei der langen version mit drin steckt (ich hoffe jeder hat jetzt verstanden was ich meine...) nachdem sie festgestellt hatten, dass sie gerade mal drei stunden gespielt hätten wurde noch nachgelegt, scheißtyp und grace kelly trieben mir derbe freudentränen in die augen, dass ich das erleben durfte... hammer... was man auf jeden fall noch erwähnen sollte ist, dass bela und rod keine chance ausließen auf farin's bald erscheinendes solo-album hinzuweisen (jede zweite ansage, spezielle hemden während der zugabe), was farin im ersten anlauf noch mit der vorstellung von 'rod-ich-hab-ne-single-draußen-gonzales' konterte, nach der zugabe trapste er von der bühne und schlug die faust in
seine andere hand, während er sich vor lachen kaum halten konnte... zum schluss hat rod denn noch angefangen mit seinem synthi rumzuspielen und fing immer wieder an was von ravern zu erzählen, bis farin ihn dann nach der ankündigung man würde in ner stunde das mischpult des dj's übernehmen von der bühne schleppte...

die pause hab ich denn zum luft holen benötigt, es war allerdings so scheißekalt draußen, dass ich gleich wieder in die halle flüchten musste wo mir mareike ein weiteres mal über den weg lief... als dj trat erstmal der gute herr buttgereit in aktion, den schon-über-18-jährigen evtl durch seine filme bekannt, den anderen ein

mysterium...

als erstes hatte dann bela seinen auftritt, er spielte sehr schöne musik von KISS (i was made for loving you), von sich (den beitrag mit blümchen vom turbonegro-tribut), von Wizo (die ace of space-verarsche) und von nena (nur geträumt), er zappelte immer wieder wild an der bühnenkante längs und kriegte dann zwischendurch besuch von farin, woraufhin gleich 'glücklich' gespielt (und frenetisch gefeiert) wurde, ich hab farin noch nie so schön grinsen sehn wie in dem moment... wenn der mal angst gehabt haben sollte, sein album könnte floppen sind die ängste seit westerland bestimmt verflogen... das lied ist aber auch geil, irgendwie...

abgelöst wurde er dann von rod, der sich nen richtiges set zusammengestellt haben schien, er fing an mit ner elektro-version von beethovens 5ter und setzt dann mit nem recht tanzbaren set ein, allerdings wollte niemand so richtig tanzen, auch die sache mit dem freibier hat die leute da nicht mehr so richtig zu gebracht...

dank ärger mit meinem kreuzband (nachwirkungen des bizarre-festivals) konnte ich nicht mehr großartig stehen und nix, bin also (leider) vor dem dj-auftritt von farin richtung auto verschwunden, hab dort gepennt und bin am so nachmittag recht gerädert wieder hier aufgetaucht... mein fazit: a night to remember, da werde ich meinen enkeln auf jeden fall von erzählen, auch wenn sie es nicht hören wollen... bexx

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Farin: Das nächste Lied heißt eigentlich "Ich bin so wie ich bin" aber weil Bela auch ein bisschen mitsingt, heißt es "FICKEN"